Sunder-Plassmann Architekten

Stadtmuseum im Marinehaus, Berlin


Wettbewerb Umbau Marinehaus zum Stadtmuseum Berlin

Das Marinehaus wird aus Denkmalschutz- und Kostengründen in seiner Grundstruktur erhalten.
Nach Auswertung der Bestandsunterlagen gemeinsam mit dem Tragwerksplaner wurde folgendes Konzept entwickelt:
- Die Kellersohle wird an keiner Stelle abgesenkt, sodass aufgrund des rissefreien Ist-Zustandes auf eine aufwändige Pfahlkopfsanierung verzichtet werden kann.
- Durch intelligentes Verteilen der neuen Verkehrslasten werden ausschließlich die vorhandenen Gründungen ohne Lasterhöhung herangezogen. Es ist keine zusätzliche Gründung erforderlich.
Das Marinehaus wird durch die Ost/West verlaufende historische Mittelwand in einen nichtöffentlichen Verwaltungsbereich und einen öffentlichen Ausstellungsbereich gegliedert.
Das gemeinsame Eingangsfoyer erschließt zunächst beide Bereiche.
(außerhalb der Museumsöffnungszeiten wird der Verwaltungsbereich über den historischen Treppenaufgang im Hof erreicht)
Der Verwaltungsbereich weitet sich ab dem 3. OG in die großzügigen Säle des Seitenflügels und ab dem 5. OG als Loftebene in den historischen Dachraum des ehem. Saales.
Da die Verwaltung als Hauptsitz der Stiftung auch viele repräsentative Aufgaben hat, ist es u.E. gelungen, mittels des modernen und individuellen Loftcharakters attraktive, helle Räume zu schaffen. Auf der Westseite erlauben die historischen großen Gauben den Blick auf das Märkische Museum und den Park. Die Ostseite und der Seitenflügel erhalten großflächige Atelierverglasung.
Der öffentliche Bereich beginnt im Foyer mit bookshop und allen Servicefunktionen. Geradeaus geht es in die separat zugängliche Ausstellung „Berlin Unterirdisch“ im UG des Seitenflügels. Durch Öffnung über einen Luftraum zum Erdgeschoss wird eine Absenkung der Kellersohle überflüssig.
Im ehemaligen Saalbau entstehen drei neue großzügige und mit Freitreppen verbundene Ausstellungsebenen in der Sprache eines „white cube“.
Der Bewegungsfluss auf den Freitreppen in Gebäudemitte und an der Außenfassade ( Blick auf Märkisches Museum ) ist ein zentraler Bestandteil des Ausstellungserlebnisses.

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